Schlagwort: Atlantik

  • Frankreich Reise Tag 10: Von der Normandie nach Schwäbisch Hall

    Frankreich Reise Tag 10: Von der Normandie nach Schwäbisch Hall

    14.07.2015

    Heute genoß ich ein reichhaltiges Frühstück, denn meine Campingfreunde vom Vortag haben mir Baguette mit Marmelade angeboten. Dieses Angebot wollte ich nicht ablehnen und nahm es dankend an. Danach verabschiedeten wir uns und ich machte mich weiter entlang der Küste. Ich hielt am Omaha Beach, um eine weitere Gedenkstätte zu bestaunen. Eine riesige Skulptur ragt aus dem Sand.

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    Das Gefühl dort zu stehen, fühlte sich merkwürdig und gleichzeitig bedrückend an. Im Anschluss ging es entlang der Küste an den wohl bekanntesten Militärfriedhof Normandy American Cemetery and Memorial. Dieser ist zudem bekannt aus dem Film „Der Soldat James Ryan“.

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    Der Friedhof ist perfide gepflegt und zeugt von Respekt der gefallen Soldaten. Ich denke die Bilder sprechen für sich. Diesen Ort muss man einfach gesehen haben. Ein weiterer Bunker stand noch auf meiner Liste, Batterie Longues-sur-Mer.

    Batterie Longues-sur-Mer
    Batterie Longues-sur-Mer
    Das war die letzte Bunkerbesichtigung auf meiner Reise und ich machte mich wieder Richtung Deutschland. Ich fuhr anfangs erst noch Richtung Norden, wollte entlang der Küste fahren. Doch gegen 13.00 Uhr entschied ich spontan nach einer Pause mich auf direkten Weg Richtung Deutschland zu machen. Ich suchte mir die beste Route heraus. Autobahn oder Nationalstraße?

    Ich entschied mich für die Nationalstraße, denn der Unterschied war nur marginal. Und auf die Mautkosten wollte ich auch verzichten. Nationalstraße für Nationalstraße fuhr ich Richtung Osten. Die Straßen waren sehr gut zu befahren, sodass ich gut voran kam. Unterwegs war ich jedoch auch am zweifeln, ob ich es überhaupt über die Grenze schafft. Denn es wurde so langsam Abend und die Sonne ging langsam unter. Ich fuhr durch Verdun, wo auch viele Militärfriedhöfe mit Kreuzen waren. Dort sind viele Soldaten im ersten Weltkrieg gefallen.

    20.00 Uhr und Deutschland war noch weit entfernt. Ich stellte mir die Frage, sollte ich nicht lieber mir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen? Aber irgendwie packte mich einfach die Lust zu Hause anzukommen. Ich zog es also durch und fuhr zügig weiter, denn in Dunkelheit wollte ich ungern fahren. Als ich dann kurz vor Saarbrücken war, wollte ich noch auf der französische Seite über die Autobahn weiter. Doch es fand ein Fußballspiel statt und ich verfuhr mich durch die Umleitung in der Stadt und verlor Zeit. Endlich hatte ich es auf die Autobahn geschafft und machte mich Richtung Saarbrücken. Dann in Saarbrücken angekommen war es dunkel und ich musste noch knapp drei Stunden auf der Autobahn fahren.

    Ich fuhr konstant 120km/h und hoffte nur, dass noch mein geflickter Reifen bis nach Hause hält. Denn nochmals den Reifen zu flicken bei Dunkelheit wollte ich nur ungern. Das RDC System war fest im Blick und meldete auch keinen Alarm bis nach Hause. Kurz nach Mitternacht fuhr ich von der Autobahn ab, die Heimat war nah. Kaum zu glauben, dass ich noch am Tagesbeginn in der Normandie war. 984 Km hatte ich auf dem Tageskilometerzähler und der größte Teil wurde sogar auf der Landstraße gefahren. Zufrieden und mit vielen tollen Erinnerungen von der Reise ging ich ins Bett und träumte schon von der nächsten Reise. 🙂

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  • Frankreich Reise Tag 9: Reifenpanne in der Normandie

    Frankreich Reise Tag 9: Reifenpanne in der Normandie

    13.07.2015

    Eine Übernachtung im bequemen Bett und die Dusche direkt nebenan war eine reine Wohltat und das Zelt musste auch nicht zusammengepackt werden. Nachdem ich mich fertig gemacht habe, ging es nach unten in den Speisesaal. Es waren auch andere Gäste da und wir aßen alle gemeinsam an einem großen Esstisch. Irgendwie war das ganz nett, nur hab ich leider kein Wort französisch verstanden. Es gab frisches Baguette mit Meersalzbutter und Marmelade. Auf die Meersalzbutter bin ich richtig auf den Geschmack gekommen. Nach dem Frühstück packte ich meine Koffer und nach dem bezahlen konnte ich die GS wieder nach draußen fahren. Doch das war eine richtige Zitterpartie an der Glastüre vorbei.

    Die erste Tagesetappe war in Le Mont-Saint-Michel, um Mont-Saint-Michel zu sehen. Bis dahin nahm ich schnell zu befahrene Nationalstraßen. Ich kam immer wieder durch idyllische Ortschaften und schöne Weingebiete. Es war zum ersten Mal etwas frischer wie sonst. Nur noch Temperaturen unter 20°, anstelle von über 30° waren ausnahmsweise mal ziemlich erfrischend.

    Angekommen in Le Mont-Saint-Michel, waren auch einige andere Touristen vor Ort. Um auf die Insel zu kommen, muss man mit einem Pendelbus auf die Insel fahren. Leider wurde die alleinige Durchfahrt durch eine Schranke verwehrt. Nur mit dem Fahrrad hätte man noch hinfahren können. Ich entschied mich die Insel aus der Ferne zu beobachten und traf dabei auf ein deutsches Camperpaar. Wir tauschten uns etwas aus und ich bat noch um ein schnelles Fotos von mir mit dem tollen Hintergrund.

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    Nach einer kurzen Stärkung zu Mittag, machte ich mich gemütlich zur Normandie auf. Der nächste Stopp ist bei der Kirche in Sainte-Mère-Église, wo der Fallschirmjäger John Steele auf dem Kirchturm landete. Als Gedenken hängt heute eine Puppe.

    John Steele (Fallschirmjäger)
    John Steele (Fallschirmjäger)

    Danach sah ich mir den ersten Bunker auf meiner Reise an, Batterie Azeville.

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    Dann ging es weiter zu Batterie von Crisbecq.

    Batterie von Crisbecq
    Batterie von Crisbecq

    Und danach entlang des Utah Beach. Es war ein erschreckendes Gefühl dort entlang zu fahren und zu wissen, dass dort so viel Leid entstand. Ich habe sogar einen Bunker in einem Garten entdeckt. Die Bunker sind überall zu entdecken.

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    Auf meinem Weg befand sich Le Dunes de Varreville, ein Denkmal für die Landung am 06. Juni 1944.

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    Als ich mich dann auf den Weg zum Omaha Beach machte ging es über eine Schnellstraße. Plötzlich blinkte der Bordcomputer ganz wild. Das RDC System meldet einen Druckverlust auf dem Hinterrad. Konstant verlor der Reifen an Druck. Jetzt wußte ich, dass das RDC System auch funktioniert.

    RDC Alarm
    RDC Alarm

    Ich fuhr die nächste Nothaltebucht an und sah mir den Reifen an. Tatsächlich spürte ich mit meiner Hand ein Loch auf. Es war ganz klein, also konnte ich noch ein paar Meter weiterfahren. Ich sah auf dem Navi, dass die nächste Ausfahrt 2 Km entfernt war. Ich fuhr mit aktivierten Warnblinker langsam weiter und ich hatte Glück und es befand sich direkt nach der Ausfahrt eine Tankstelle. Dort parkte ich die GS direkt am Reifendruckgerät. Ich schnaufte erst einmal durch und war froh, von der Schnellstraße weggekommen zu sein.

    Nun war es an der Zeit mein Reifenpannenset zu testen. Um das Loch zu vulkanisieren, musste ich es erst aufrauen. Dabei muss man das Loch etwas vergrößern, damit die Vulkanisierungsmasse hineingedrückt werden kann. Ich habe ein paar Anläufe gebraucht und dann hab ich es mit einem Klacks eingestochen. Dann hieß es warten, damit es mit dem Kleber reagieren konnte. Im Anschluss konnte ich das Hinterrad für 50 Cent aufpumpen, an dieser Tankstelle war das nämlich nicht kostenfrei. Die mitgelieferten Co2 Kartuschen waren somit nicht notwendig. Eine kurze Probefahrt um die Tankstelle rum und das RDC System zeigte mir wieder den korrekten Druck an.

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    Ich packte meine Sachen zusammen und machte mich weiter auf den Weg zum Omaha Beach. Leider war es nun schon spät geworden und ich musste meine weiteren Besichtigungen auf den nächsten Tag verschieben. Ich fand direkt am Strand einen großen günstigen Campingplatz und sicherte mir eine Duschmünze. Diese behielt ich für mich als Erinnerung.

    Duschmünze
    Duschmünze

    Auf dem Campingplatz traf ich ein nettes Ehepaar aus Österreich. Ich baute mein Zelt daneben auf und wir unterhielten uns sehr nett. Dazu bekam ich noch eine Dose Bier geschenkt. Als krönendes Highlight gab es an diesem Abend noch ein großes Feuerwerk, denn Frankreich feierte den französischen Nationalfeiertag.

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  • Frankreich Reise Tag 8: Ausblick von der Dune du Pilat

    Frankreich Reise Tag 8: Ausblick von der Dune du Pilat

    12.07.2015

    Der vorherige Tag hatte einiges an Energie gekostet. Nachdem ich gemütlich mein Zelt zusammengebaut hatte, ging es um 09.00 Uhr los zu Dune du Pilat. Es war noch ein wenig frisch, aber auf der Höhe von Dune du Pilat wurden angenehme 27°. Es ging durch mehrere Waldalleen und wenn ich Richtung Westen blickte sah ich bereits die hohe Düne. Ein toller Anblick das kann ich euch versprochen.

    Angekommen an der Dune du Pilat, nahm ich Kurs auf den offiziellen Besucherparkplatz. Kostenlos zu parken war erst einmal aussichtslos. Also zog ich mein Ticket vor der Schranke und fuhr herein. 30 Minuten waren jedoch kostenlos. Ich suchte mir den nächsten Parkplatz zur Düne, denn es war schon ziemlich warm geworden.

    Voller Tatendrang ging es los zur Düne. Ich war schon gespannt auf den tollen Ausblick. Als ich vor der Düne stand, lief ich einfach den Menschenmaßen hinterher und übersah, dass es auch eine Treppe gab.

    Dune du Pilat

    Unterwegs wurde es immer steiler und meine Kräfte verließen mich allmählich. Die anderen Touristen sahen mich erstaunt an und ich machte eine kurze Pause auf der hälfte der Strecke.

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    Als ich oben erschöpft angekommen war, war ich total begeistert von der Aussicht und der Naturgewalt, die diese Düne gebildet hat. Die größte Wanderdüne in Europa übrigens.

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    Nach etwas Genuss der frischen Atlantikluft machte ich mich wieder auf den Rückweg. Diesmal nahm ich aber die Treppe. Eigentlich hätte ich nun mein Parkticket bezahlen müssen, aber irgendwie hatte ich keine Lust darauf. Kurz vor der Ausfahrt an der Schranke, sah ich den Parkautimaten und einen Fußgängerweg, der an der Schranke vorbei verlief. Spontan hatte ich mich für den Fußgängerweg entschieden und machte mich vorbei an der Schranke. Das gelöste Parkticket nahm ich als Erinnerung mit.

    Im Anschluss der Dune du Pilat machte ich einen Abstecher nach Bordeaux. Die Stadt die für Ihren  Bordeauxwein bekannt ist. Das Wetter wurde zunehmend heißer und wieder waren es 35°, was nur schwer zu ertragen war. Ich hatte langsam genug vom schwitzen… Es ging noch vorbei an Place de la Bourse, ich parkte auf dem Mittelstreifen, um ein paar Fotos zu machen.

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    Als nächste und letzte Etappe stand La Rochelle auf dem Plan. wo sich die U-Boot Bunkerüberreste aus dem zweiten Weltkrieg befinden. Bis dahin fuhr ich durch herrliche Landschaften.

    Tag8 - 11

    Eigentliche wollte ich mir die Überreste in Ruhe am nächsten Tag anschauen, jedoch war der Campingplatz, denn ich angefahren habe voll. Der nächste Campingplatz lag leider 30 Km nördlich und ich hatte keine Lust am nächsten Tag wieder zurück nach La Rochelle zu fahren. Also schaute ich mir noch am Abend den Bunker an und ich stellte fest, dass man gar nicht mehr so viel sehen kann.

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    Im Anschluss machte ich mich zum nächsten Campingplatz auf. Leider war dort aber niemand mehr vor Ort, obwohl dieser ziemlich groß war. Ich probierte es per Telefon, jedoch durfte ich nicht herein und war dann etwas aufgeworfen. Ich war erschöpft und hatte keine Lust mehr. Es war nun 21.00 Uhr und ich wollte einfach nur noch mein Zelt aufbauen. Jedoch gab es im Umkreis keinen weiteren Campingplatz. Also fuhr ich einfach los und suchte eine Übernachtungsmöglichkeit. Nach rund fünf Kilometer sah ich ein Hotelschild. Und dort blieb ich auch für 45€ die Nacht. Ich hatte ein bequemes Bett und sogar TV im Zimmer und konnte mich gut erholen.

    Nicht nur ich hatte es bequem, sondern die GS durfte sogar in der „Lobby“ parken. 🙂

    Tag8 - 16

     

    GPS Track

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