In Deutschland herrscht eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 °, dennoch lass ich mich davon nicht abhalten meine Reise anzutreten. Was geplant wurde, wird auch durchgeführt 🙂
Diesmal werde ich alleine unterwegs sein. Geplant ist eine Umrundung von Frankreich, teilweise mit Fahrten durch Spanien (Pyrenäen), Belgien. Auf der Hinfahrt wird es auch kurz durch die Schweiz gehen. Die Tour startet am 05.07.2015.
Es lagen die letzten Kilometer der Heimfahrt vor uns. Morgens war es noch ziemlich frisch.
Nach ein paar Kilometern machten wir einen kleinen Stop an einem Backshop und frühstückten erst einmal in aller Ruhe. Wir folgten blind dem Garmin Navi und sind auf den deutschen Landstraßen zügig voran gekommen. Gegen Mittag waren wir bereits zu Hause.
10€ hatten wir am Campingplatz liegen lassen und tranken noch einen Cappuccino, bevor wir uns weiter auf die Reise machten. Es ging durch das schönste Grün in der Lombardei. Die Kurven wollten gar nicht aufhören und es war nahezu kein Verkehr auf den Straßen. Es sind reichlich tolle Go Pro Videos entstanden, die Ihr bald auf meinem Youtube Channel finden werdet.
Bei über 30° fuhren wir östlich am Lago di Como vorbei – der Blick auf den See war herrlich!
Feligara, Lombardei, Italien
Brallo di Pregola, Lombardei, Italien
Bellano, Lombardei, Italien
Bellano, Lombardei, Italien
Bellano, Lombardei, Italien
Bellano, Lombardei, Italien
Bellano, Lombardei, Italien
Madesimo, Lombardei, Italien
Madesimo, Lombardei, Italien
Lago di Montespluga, Madesimo, Italien
Lago di Montespluga, Madesimo, Italien
Lago di Montespluga, Madesimo, Italien
Lago di Montespluga, Madesimo, Italien
Splügen, Graubünden, Schweiz
Lindau, Bayern, Deutschland
Lindau, Bayern, Deutschland
Es ging weiter Richtung Schweiz. Wir wollten über den Splügenpass. Als langsam die ersten scharfen Kehren begannen, habe ich einige langsame Autos überholt. Oben an einer Ortschaft hatte mich dann ein netter italienischer Polizist rausgezogen. Erst dachte ich es sei eine reine Verkehrskontrolle, doch da hatte ich mich leider getäuscht. Ich hatte wohl im Überholverbot überholt, dafür erhielt ich eine Strafe in Höhe von 81€. Laut dem Beamten hätte ich Glück gehabt, denn das Vergehen würde in der Schweiz 500 Franken kosten. Nur spendete das mir auch keinen Trost. Ich empfand es leicht als zusätzliche Touristeneinnahmen. 🙂
Nach dem ungeplanten Stop, ging es weiter auf dem Splügenpass. Der Pass hatte wirklich viel Spaß gemacht und oben war ein schöner Stausee zu bestaunen. Ganz oben auf der Grenzüberfahrt in die Schweiz waren es frische 15°. Es gab keine Grenzkontrolle und wir fuhren entspannt die Nordrampe herab.
Durch die Schweiz wollten wir erneut die Autobahn nutzen, um zügig nach Deutschland zu kommen. Leider war aber etwas viel Verkehr auf den Straßen und wir haben das erste Mal erleben müssen, dass Motorradfahrer im Stau nicht durchgelassen werden. Empfand ich bei den warmen Temperaturen keinen feinen Zug von den Schweizern. Egal, nach ein paar Stunden sind wird durch Bregenz gekommen und hielten im ersten deutschen Ort, Lindau, Ausschau nach einem Campingplatz. Der Campingplatz Park-Camping wurde angesteuert und wir blieben für 12€ pro Person. Wir trafen auf einen anderen GS Fahrer, der weit angereist war. Er kam aus Alaska und war alleine durch Europa unterwegs. Bei Dämmerung konnten wir tolle Bilder mit Blick auf den Bodensee machen. Die letzte Nacht vor der Heimreise ging somit langsam zu Ende.
Heute gab es ein frühes erwachen. Irgendwie war ich schon ziemlich fit und wollte mich direkt wieder auf die GS setzen. Felix musste erstmal überzeugt werden, er war noch etwas müde und geschafft vom Vortag.
Langsam machte ich das Zelt auf und hoffte keinem italienischen Landwirt zu begegnen. Die Luft war rein, nur etwas Nebel lag in den Wiesen. Kurz vor Bobbio entstanden die ersten tollen Fotos. Es war einfach alles grün um die Berge herum. Es geht immer wieder über 1000m, wir fahren durch dichten Nebel.
Je südlicher wir kommen, desto wärmer wurde es. Bis zur Küste fahren wir auf herrlichen kurvigen Straßen, es sind kaum andere Verkehrsteilnehmer unterwegs. Auf dem passo dellaforcella an der Kreuzung zu Acero trafen wir auf sportliche Radler aus Österreich. Sie kamen von der Küste und berichteten über das tolle Wetter. Genau da wollten wir hin. 🙂
Durch einen kleinen Schwenker über Breccanecca hatten wir einen klasse Blick auf die Küste. Es waren bereits über 30 Grad. Der Schneefall und die nasse Kälte in der Schweiz sind ganz vergessen. Wir fuhren an der Küste entlang und planten den nächsten Stopp in Portofino ein. Dort bummelten wohlhabende Touristen durch die Gassen. Eine große Yacht legte am Hafen an.
Ponte Nizza, Lombardei, Italien
Bobbio, Emilia-Romagna, Italien
Fiume Trebbia, Bobbio, Italien
Bobbio, Emilia-Romagna, Italien
Bobbio, Emilia-Romagna, Italien
Ferriere, Emilia-Romagna, Italien
Borzonasca, Ligurien, Italien
Borzonasca, Ligurien, Italien
La Costa, Ligurien, Italien
Breccanecca, Ligurien, Italien
Breccanecca, Ligurien, Italien
Parco Regionale di Portofino, Portofino, Italien
Parco Regionale di Portofino, Portofino, Italien
Parco Regionale di Portofino, Portofino, Italien
Nach rund zwei Stunden Pause mit einer ordentlichen italienischen Pizza, machten wir uns Richtung Genua auf. Um den Motorradkombi durch eine Badehose zu tauschen blieb leider keine Zeit und wir machten uns nach einer kleinen Fahrt durch Genua wieder Richtung Norden auf.
Unterwegs sind wir auf das Oldtimerrennen Mille Miglia gestoßen. Diese Nacht verbrachten wir in der Natur von Ligurien auf dem Campingplatz Le Fontanelle in Rovegno. Nachdem wir zügig das Zelt aufgebaut hatten, gönnten wir uns eine erfrischende Dusche und danach ein Bier.
Über Nacht hat es ordentlich geregnet. Das erste Mal mit dem Zelt und siehe da? Wir sind trocken geblieben. Es ist 07:00 Uhr und wir warteten vergeblich auf besseres Wetter. Also los gings. Bei Regen hatten wir das Zelt abgebaut, aber da muss man durch!
Jetzt kommt die nächste schlechte Nachricht. Felix hat seinen Regenoverall zu Hause vergessen. Wir haben das schweizerische Internet bemüht, um den nächsten Motorradshop ausfindig zu machen. In Schwyz war also der Nächste. 20 Minuten später waren wir im Shop. Stolze 80 Franken musste er liegen lassen, wenigsten hat er eine ordentliche Qualität erhalten und fährt nun mit stolzer orangener Farbe durch den Regen. 🙂
Nun konnte es weiter gehen Richtung Süden, bei strömenden Regen. Wir waren Richtung Andermatt auf dem Pass unterwegs, bis uns voll der Schneefall traf. 0 Grad zeigt mein Bordcomputer an. An einer Tankstelle musste wir uns die Frage stellen, geht es für uns hier weiter oder nicht? Wir hätten maximal 20 km/h fahren können, das Visier war permanent zu und mit einer Hand fahren war viel zu riskant. Also haben wir uns Richtung Gotthardunnel aufgemacht und besorgten uns noch schnell eine Vignette für stolze 44€. Diese gilt zwar das ganze Jahr, aber wir werden vermutlich nicht noch einmal dieses Jahr mit dem Motorrad in die Schweiz reisen.
Doch es war die richtige Entscheidung. Im Tunnel stieg die Temperatur auf herrliche 33 Grad an. Wir fühlten uns wie in einem Backofen, nur leider hat es am anderen Ende des Tunnels geregnet und es war bitterkalt.
Arth, Schwyz, Schweiz
Gurtnellen, Uri, Schweiz
Ponte Nizza, Lombardei, Italien
Ponte Nizza, Lombardei, Italien
Ponte Nizza, Lombardei, Italien
Um aus der Regenzone zu kommen sind wir weiter auf der italienischen Autobahn Richtung Milano gefahren. Endlich zogen langsam die Wolken auf und es kam ein wenig Sonne raus. Wir hielten nach Milano an einem McCafe und gönnten uns einen Cappuccino . Dieser schmeckt in Italien immer wieder super.
Nun war es bereits 18:00 Uhr und wir suchten mit Hilfe des Garmin Navi einen Platz zum Übernachten. Campingplätze südlich von Milano sind Mangelware. Eine Stunde später fanden wir eine nette grüne Fläche und entschieden uns wild zu campen. Kostenpunkt 0€. Ausgepowert haben wir das Zelt aufgebaut und schliefen nach einem kurzen Snack sofort ein. Was für ein Tag!
Die Sachen sind gepackt und es kann los gehen Richtung Süden. Heute ist das Tagesziel in die Schweiz zu kommen. Bis zum Bodensee gab es prinzipiell keine konkrete Routenplanung. Ich habe nur Konstanz am Bodensee gesetzt und mich ganz auf das Routing von Garmin Basecamp verlassen. Dort wurde natürlich eingestellt, dass kurvenreiche Straßen bevorzugt werden. 🙂
Und tatsächlich, wir haben somit einige schöne Routen nicht weit von zu Hause entdeckt! Wir mussten also keine hunderte Kilometer fahren, um Spaß zu haben. Es begann mit den ersten Kilometern. Mit dem Wetter stand es auch ganz gut, es hatte knapp über 20 Grad. Perfekt!
Allensbach, Baden-Württemberg, Deutschland
Wald (ZH), Zürich, Schweiz
Rapperswil (SG), Sankt Gallen, Schweiz
Jona, Sankt Gallen, Schweiz
Arth, Schwyz, Schweiz
In der Schweiz ging es am Zürichsee vorbei. Irgendwie macht das Fahren in der Schweiz müde. Maximal 80km/h sind drin. Auch wenn es landschaftlich wunderschön ist… Wir suchten uns also so langsam einen Campingplatz. Das Navi konfiguriert und los. Wir übernachteten in der Nähe von Schwyz in Arth, mit einem wunderschönen Blick auf die Berge. Preislich lagen wir bei 16,20€. (zwei Motorräder, ein Zelt) Es wurde 1:1 umgerechnet.
Die erste Reise für 2015 steht nun fest. Es wird an die italienische Riviera gehen. Los geht es am 14.05.2015. Wir haben uns ca. 5 Tage Zeit genommen. Ich hoffe es wird auch etwas Zeit sein, um mal ins Wasser zu springen. Die Badehose ist auf jeden Fall fester Bestandteil meines Reisegepäcks. 🙂
Der Reisebericht inkl. GPS Track wird folgen.
Hier geht’s zur Route auf Monoplaner.de. Wer Lust hat kann unsere geplante Route für seine persönlichen Bedürfnisse anpassen.
Das habe ich mich auch des öfteren gefragt. Nun komme ich endlich mal dazu darüber zu schreiben. Eigentlich hatten wir für Tag 8 ff. noch weitere nette Strecken geplant. Es sollte durch Ungarn, Slowakei, Polen und Tschechien gehen. Doch da machte mir eine privates Ereignis ein Strich durch die Rechnung. Da die Lust am fahren vergangen war, beschlossen wir gemeinsam die Heimreise anzutreten. Die Lust ist natürlich wieder eingekehrt. ;)Wir sind also aus dem östlichem Ungarn direkt auf die Autobahn und ab nach Hause. Ich bin von morgens bis Abends durchgefahren, ich wollte unbedingt nach Hause. Am Ende habe ich an die 1200km mit der R1200 GS Adventure geschafft 😉 Ein wirklich Arbeitstier, aber nicht weiterzuempfehlen 😉 Der Po hat schon etwas geschmerzt, bequemes Bike hin oder her. Aber natürlich wäre dies mit einer anderen Maschine nichts geworden…. Felix hat sich auch in Österreich/Salzburg dafür entschlossen eine weitere Nacht zu bleiben. Ich konnte nur leider nicht, ich wollte unbedingt heim und habe es auch geschafft. Hat es was gebracht? Nein, hat es nicht, daher nicht nachmachen. 😉 Aber nun habe ich einen persönlichen Langstreckenrekord. Da nun auch meine schriftlichen Prüfungen (Weiterbildung) rum sind, werde ich die passende Zeit finden, um die Reise aufzuarbeiten mit Clips, Bilder und GPS Daten. Ich freue mich schon noch einmal alles Revue passieren zu lassen.
Hier noch nachträglich der GPS Beweis. 🙂
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Heute war es endlich soweit. Der berühmte Transfăgărășan. Die Strecke geht gefühlt ewig. Wir sind von der Südseite hochgefahren. Auf der Nordseite waren dann leider dunkle Wolken. Es begann zu regnen und zu gewittern. Bei der nächsten Tankstelle beschlossen wir dann statt Brasov Sibiu anzufahren, da es nicht so weit weg war. Abends waren wir in der Altstadt, auch Hermannsstadt genannt. Dort war es ziemlich belebt, viele Menschen sind auf dem Marktplatz. Vermutlich auch Touristen. Sibiu ist die erste moderne Stadt, die wir in Rumänien gesehen haben.