Schlagwort: Offroad

  • Korsika 2016 Tag 5: Offroad zum Strand Saleccia

    Korsika 2016 Tag 5: Offroad zum Strand Saleccia

    Die Nacht war sehr angenehm, so angenehm, dass wir erst gegen 11 Uhr los sind.

    Langsam packten wir zusammen und es ging weiter an der Küste auf der D80 entlang und an Saint Florent vorbei. Im Anschluss ging es auf die D81 und dann plötzlich rechts ab. Der Strand Saleccia war ausgeschildert. Zu Fuß braucht man wohl laut Beschilderung 3.50h. Ich habe den Track mir online auf www.gpsies.com besorgt. Die Offroad Strecke hat richtig Spaß gemacht und der Heidenau K60 Scout machte eine klasse Figur. Das wäre mit dem Metzeler Tourance Next vermutlich wieder deutlich stressiger gewesen. Diese Strecke belohnte uns dann mit einem wunderschönen Strand. So sieht es vermutlich auch auf der Karibik aus.

    Hier verbrachten wir unsere Mittagspause und freuten uns schon auf die Rückfahrt. Andere Badegäste müssten sich durch einen 4×4 Offroadservice herfahren lassen. Die Strecke belohnt einen mit einem traumhaften Strand. Wenn es nicht gerade August ist, hat man auch seine Ruhe hier, meine absolute Empfehlung!

    Im Anschluss sind wir weiter an der Westküste gefahren.

    DSC03671
    La Corse, Palasca

    Über die D81 ging es letztendlich nach Galeria, wo wir einen Campingplatz gefunden hatten. Ideal Camping hieß der, doch so ideal war dieser nicht. Aber wenigstens ein Zeltplatz zum übernachten. Wir fuhren nochmal in den Ort raus und gingen in einen Spar und kauften uns das Abendessen ein. Es gab ein gefrorenes Nudelgericht, Käse und das erste Mal Bier!

    GPS TRACK

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

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  • Frankreich Reise Tag 7: Quer durch die spanischen Pyrenäen

    Frankreich Reise Tag 7: Quer durch die spanischen Pyrenäen

    11.07.2015

    Heute hatte ich wirklich super geschlafen und konnte bereits um 08.00 Uhr los starten. Auch war es noch gar nicht so heiß wie am Vortag, was den heutigen Start recht angenehm machte. Nur noch kurz das Navi programmiert und los ging es. Nach einen paar Kilometer bog ich gleich ab und es ging Kurve um Kurve. Es wollte einfach nicht aufhören. Bei so viele Kurven musste man sich wirklich konzentrieren, teilweise waren die Straßen auch recht eng und man musste aufpasssen nicht den Gegenverkehr zu schneiden. Auch wenn dieser nahezu nie kam.

    Auf den Straßen fühlte man sich manchmal total einsam, man war teilweise 30 Minuten unterwegs und traf auf kein anderes Fahrzeug. Einerseits schön, aber auch irgendwie bedrückend. Was passiert, wenn man mal auf fremde Hilfe angewiesen ist?

    Ich folgte brav der geplanten Route, es wurde immer enger und verlassener. Als ich durch ein kleines Dorf fuhr, wunderte ich mich, dass da überhaupt Menschen leben. Plötzlich ging es Offroad weiter, was erstmal kein Problem war.

    Es war nur fester Schotter und das machte den Metzeler Tourance Next nichts.

    Offroad Pyrenäen
    Offroad Pyrenäen

    Doch dann kam das, was der Metzeler Tourance Next eben nicht so gut kann. Loser Untergrund inkl. großen Steinen. Das hatte ich zwei Tage zuvor ausgiebig getestet. Ich checkte das Garmin ab und sah, dass es noch Luftlinie 10 KM so weitergeht. Ich erinnerte mich schnell an den Tag in Frankreich, wo die Dicke sechs Mal flach lag. Nun war ich so weit abseits und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Schade eigentlich, die Landschaft war nämlich klasse! Aber ich wollte eben in ganzen Teilen nach Hause ankommen und der Ventildeckel ölte schon ganz schön.

    Offroad Pyrenäen
    Offroad Pyrenäen

    Ich drehte also um und musste ganze 80 KM wieder zurück gefahren. Ich konfigurierte das Garmin um, damit Offroadstraßen nun vermieden wurden. Ich fuhr also immer brav laut Navi, bis ich feststellte…. „Verdammt, das Haus kommt mir aber bekannt vor“. Ich habe das Garmin tatsächlich Richtung Süden statt Norden konfiguriert und ich bin einfach wieder eine große Runde zurück gefahren.

    Schnell zusammengerechnet waren es 250 Kilometer, die ich „umsonst“ gefahren bin. Gegen 14.00 Uhr war ich erst wieder auf Kurs und konnte nun Kilometer auf meiner richtigen Route gewinnen. Die kurvenreichen Straßen ziehen sich ganz schön, auch wenn diese tierirsch Spaß gemacht haben. Hier muss man richtig viel Zeit einplanen.

    Pyrenäen Landschaft
    Pyrenäen Landschaft

    Wieder auf Kurs war es auch schon wieder weit über 30° und ich war nur am schwitzen, ab und zu kamen auch andere Motorradfahrer mir entgegen, aber das war eher die Seltenheit.

    Einsamkeit Pyrenäen
    Einsamkeit Pyrenäen

    Ich kürzte einige geplanten kurvenreichen Strecken ab und fuhr eine größere Landstraßen, die mit N gekennzeichnet war. N steht vermutlich für Nationalstraße. Auf der war oft nur selten ein anderes Fahrzeug wiederzufinden. Was war da nur los? Ständig Siesta? Irgendwie komisch, aber egal ich kam etwas voran.

    Ich peilte die Überfahrt nach Frankreich an und fuhr nochmal über kleinere Passstraßen, wo kein Mensch war. Doch der eigentliche Pass Port de Larrau Richtung Frankreich war herrlich zu befahren und es bildete sich ein Nebel direkt über den Berg, was wirklich super anzuschauen war.

    Nebel über Port de Larrau
    Nebel über Port de Larrau

    Als ich oben war, fuhr ich direkt durch den Nebel und meine Kleidung wurde ganz freucht. Aus über 30° wurden ganz schnell 14°. Der Schweiß war wie weggeweht… aber so kalt wollte ich es dann auch nicht. Ich fuhr Richtung Tal, aber musste um weiter auf der Route zu bleiben über einen weitere Pass. Ich fuhr rund 20-30 Kilometer durch den Nebel und herrliches Grün.

    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau

    Um circa 19 Uhr wurde Zeit einen Campingplatz zu suchen. Es waren genug vorhanden, aber ich wollte noch etwas aus dem feuchten Dampf herausfahren, denn ich hatte nur einen Sommerschlafsack dabei. Paar Kilometer weiter fuhr ich einen Campingplatz an. Der CAMPING HIRIBERRIA in Itxassou. Zum Abendessen gönnte ich mir ein Entrecote.

    Am nächsten Tag soll es weiter zu Dune du Pilat gehen.

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

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  • Frankreich Reise Tag 5: Offroad in den Cevennen mit Folgen

    Frankreich Reise Tag 5: Offroad in den Cevennen mit Folgen

    09.07.2015

    Der heutige Tag war so heftig, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Die Nacht war nicht so erholsam, es wurde doch ziemlich frisch. Es hat die ganze Nacht stark gewindet, dass sich zwei Haken vom Oberzelt gelöst hatten. Zum Glück ist es bei zwei geblieben und das Oberzelt ist nicht weggeflogen.

    Gegen 08.00 Uhr konnte es weitergehen. Es ging gerade da weiter wo es am Vortrag aufgehört hat. Klasse Landschaft, Klasse Kurven, Klasse Asphalt und alles mit kaum Verkehr. Alles läuft also wie bisher und ich hatte Spaß daran Kurve für Kurve abzufahren und die Natur zu genießen. Auch diesen Tourabschnitt hatte ich mir von der Touratech Website besorgt. Diese war in vier Etappen aufgeteilt und ich war bei Etappe 2.

    Plötzlich wurden die Straßen immer enger und steiler. Im Prinzip war ich gefühlt alleine unterwegs.

    Alleine auf der Straßen
    Alleine auf der Straßen

    Ich musste auch feststellen, dass einige Offroad Passagen wohl mit auf der Route war. Na gut, hatte eigentlich damit nicht gerechnet, aber vermutlich musste das für Touratech sein. Ich hab es durchgezogen und es klappte ohne Probleme mit Ausnahme von einem harmlosen Ausrutscher auf einem Stein, in Rumänien konnte ich ja einiges an Offroad Erfahrungen sammeln.

    Der erste Sturz in den Cevennen
    Der erste Sturz in den Cevennen

    Doch plötzliche wurde es ganz sandig. Das war nichts für die Metzeler Tourance Next und ich versuchte mich langsam durchzuarbeiten. Dann bin ich an einer riesen Plugmaschine vorbeigefahren und der Mitarbeiter schaute ganz verdutzt. Hier soll wohl bald eine Straße entstehen… Es fühlte sich mit der Dicken an, als würde man durch die Gegend schwimmen. Im Stehen kann man es einigermaßen ausbalancieren, aber ich musste mich extrem konzentrieren.

    Kurz hatte ich nicht aufgepasst und ich stürzte in das Gemisch aus Sand und Steinen. Das war bis dahin kein Problem, denn ich bin ja weich gefallen und die GS hatte keinen Kratzer abbekommen.

    Sandige Landung in den Cevennen
    Sandige Landung in den Cevennen

    Das Aufstellen auf sandigen Boden war ein richtiger Kraftakt!

    Sandige Landung in den Cevennen
    Sandige Landung in den Cevennen

    Ich fuhr langsam weiter. Circa 1 Km ging es weiter auf weichem Untergrund, bis ich zu einer Kreuzung kam. Links wieder weicher Untergrund, rechts feste Schotterpiste. Ich entschied mich rechts zu fahren, da zudem Touratech auch diese Strecke abgefahren ist. Das hätte ich im Nachhinein mal lieber gut sein lassen und meine Maschine wäre heile geblieben. Es wurde immer felsiger und steiniger. Viele Steine waren lose und zudem riesengroß. Es waren riesen Löcher und Furchen dort, die das durchfahren ziemlich erschwert hatten. Dennoch bin ich eigentlich gut durchgekommen mit hoher Konzentration. Doch dann machte einmal meine Balance schlapp, da irgendwie die Beine nicht mehr wollten und ich stürze ins Gebüsch. Die GS lag dann in eine Furche und es war für mich nahezu unmöglich die GS wieder aufzuheben.

    Steiniger Untergrund in den Cevennen
    Steiniger Untergrund in den Cevennen

    Ich habe einfach alles probiert, bis hin mit den bloßen Händen den Untergrund abtragen, damit der Niveauunterschied nicht mehr so groß war. Auch ohne Koffer, keine Chance!

    https://youtu.be/NDjLqqkKsS8

    Eine Stunde hatte ich mich abgekämpft und es kam langsam bei nahezu 30° Verzweiflung auf. Ich machte erst einmal eine Pause im Schatten und trank locker einen Liter auf einmal weg. Mein Herz war nur am Pumpen und die Beine hatten vom Motorrad nach oben pressen keine Kraft mehr. Nach paar Minuten konnte ich meine Gedanken wieder klar fassen. Es war aussichtslos da alleine rauszukommen, ich machte mich also bergab, denn ich war ja nur noch 50m von der normalen Straße entfernt!

    Ich setzte mich dort hin und wartete eine Weile. Leider tauchte niemand auf und das nächste Dorf ist aus der Sicht weit weg, dachte ich zumindest. Ich bin also wieder hoch zur GS. Nun ja, da lag sie natürlich immer noch. Schade, dachte ich mir und packte alles in die Koffer und nahm nur meine Jacke und Helm mit und machte mich auf den Weg zu dem Mitarbeiter, der den Boden so aufgelockert hat. Vielleicht hätte er denn Lust gehabt mir zu helfen. Ich hörte zumindest noch seine Maschine. Ich brauchte circa 20 Min bis nach oben wo sich die zwei Offroadstrecken kreuzen.

    Als ich oben war, dachte ich mir dann warum habe ich denn einen Schutzbrief bei der Versicherung und nutze ihn nicht einfach mal? Versicherungskarte und iPhone raus und Nummer eingetippt. Dann kam eine französische Stimme. Ich glaubte zu verstehen, dass Sie mir sagen wollte die Nummer sei nicht zu erreichen oder was weiß ich. Okay, es gibt noch eine Nummer fürs Ausland. Bei dieser kam, aber leider die selbe Ansage.

    Leicht verärgert wollte ich schon zum Plug hochlaufen, aber das waren sicherlich noch weitere hunderte von Meter und ich war total erschöpft. Ich schaute mal in die andere Richtung und sah ein Schild, war da tatsächlich ein Ort? Auf dem Navi war nichts zu erkennen (Detailsstufe zu niedrig). Ich machte mich also dorthin auf in der Hoffnung starke Männer zu finden, die gerade nichts zu tun hatten.

    Ich traf nicht auf starke Männer, aber auf eine ältere Dame vor einer Kirche. Sie konnte natürlich kein Englisch oder Deutsch. Ich versuchte es zwar mit dem Wörterbuch und wilden erschöpften Gesten, aber sie hatte nicht ganz verstanden was ich will. Sie kannte aber jemand der Englisch kann, und das war meine Rettung. Sie hatte mich also dorthin gebracht und ich erklärte der Madame mein Problem. Sie meinte nur im Dorf seien nicht viele Männer grad, aber Sie schaut mal. Sie ist kurz ins Haus gegangen und plötzlich spurteten drei Männer raus. Wau!

    Einer von den Männern konnte sogar Englisch und ich habe das Ganze nochmal erläutert, dieser hatte es dann auf Französisch den Anderen erklärt. Wir liefen also eine ganze Weile wieder in den Wald, wo wir dann die GS liegend fanden.

    Die Burschen staunten auch nicht schlecht was ich da fabriziert hatte. Nun gut, wir packten die GS zu viert an und sie war dann gleich wieder auf den Beinen. Nun die Koffer wieder dran und es kann weiter gehen. Die letzten 50m waren echt krasse Single Trails, wo ich nicht gerade scharf darauf war. Aber die andere Option war, alles wieder nach oben zu fahren, was auch nicht erste Sahne war. Die Männer stützen mich und ich fuhr in Schritttempo nach unten. Die letzten Schreckensminuten waren nun auch ausgestanden und die GS parkte wieder auf Asphalt. Ich bedankte mich unheimlich bei den Franzosen, Sie waren so hilfsbereit und nett, ich war total gerührt.

    Nachdem wir uns verabschiedeten, saß ich mich erst mal ins Grüne und ließ alles erst einmal sacken. Die nächste Wasserflasche hatte ich geleert. Meine Lippen waren total trocken von dem ganzen Staub der aufgewirbelt wurde. Die Maschine war total eingestaubt und hat auf der rechten Seite ziemlich was abgekommen. Der Koffer hatten einige Erinnerung abgekommen und ließ sich nicht mehr ganz dicht schließen. Die Ventildeckelschrauben verlieren etwas Öl. Ansonsten lief die GS wie sonst und ich machte mich weiter auf mit dem Plan erst mal Offroadstraßen auszulassen.

    Used Look
    Used Look
    Used Look
    Used Look

    Eine Stunde später machte ich kurz eine Pause. Und ich glaubte es kaum, zum ersten Mal erwischt es meine linke Seite. Irgendwie hatte ich nicht aufgepasst und der Ständer war nicht richtig draußen und ich kippte die GS einfach nach Links. Echt peinlich. Ich hatte kein Bock alleine die GS zu heben und winkte ein Auto raus. Nach der Aktion war es Zeit sich um eine Übernachtung zu suchen. Doch es war noch einiges an Strecke dazwischen, irgendwie fand sich in direkter Nähe kein Campingplatz, ungewöhnlich für Frankreich. Aber in einer Stadt hatte ich dann einen gefunden und sogar mit vier Sterne für 16€. Dafür gab es dann einen Pool und WiFi inklusive.

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

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