Kategorie: Frankreich rund herum

  • Frankreich Reise Tag 10: Von der Normandie nach Schwäbisch Hall

    Frankreich Reise Tag 10: Von der Normandie nach Schwäbisch Hall

    14.07.2015

    Heute genoß ich ein reichhaltiges Frühstück, denn meine Campingfreunde vom Vortag haben mir Baguette mit Marmelade angeboten. Dieses Angebot wollte ich nicht ablehnen und nahm es dankend an. Danach verabschiedeten wir uns und ich machte mich weiter entlang der Küste. Ich hielt am Omaha Beach, um eine weitere Gedenkstätte zu bestaunen. Eine riesige Skulptur ragt aus dem Sand.

    [image_gallery images=“3790:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-4.jpg,3789:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-3.jpg,3788:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-2.jpg,3787:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-1.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Das Gefühl dort zu stehen, fühlte sich merkwürdig und gleichzeitig bedrückend an. Im Anschluss ging es entlang der Küste an den wohl bekanntesten Militärfriedhof Normandy American Cemetery and Memorial. Dieser ist zudem bekannt aus dem Film „Der Soldat James Ryan“.

    [image_gallery images=“3795:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-9.jpg,3791:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-5.jpg,3796:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-10.jpg,3794:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-8.jpg,3792:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-6.jpg,3797:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-11.jpg,3799:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-14.jpg,3800:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-15.jpg,3802:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag10-17.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Der Friedhof ist perfide gepflegt und zeugt von Respekt der gefallen Soldaten. Ich denke die Bilder sprechen für sich. Diesen Ort muss man einfach gesehen haben. Ein weiterer Bunker stand noch auf meiner Liste, Batterie Longues-sur-Mer.

    Batterie Longues-sur-Mer
    Batterie Longues-sur-Mer
    Das war die letzte Bunkerbesichtigung auf meiner Reise und ich machte mich wieder Richtung Deutschland. Ich fuhr anfangs erst noch Richtung Norden, wollte entlang der Küste fahren. Doch gegen 13.00 Uhr entschied ich spontan nach einer Pause mich auf direkten Weg Richtung Deutschland zu machen. Ich suchte mir die beste Route heraus. Autobahn oder Nationalstraße?

    Ich entschied mich für die Nationalstraße, denn der Unterschied war nur marginal. Und auf die Mautkosten wollte ich auch verzichten. Nationalstraße für Nationalstraße fuhr ich Richtung Osten. Die Straßen waren sehr gut zu befahren, sodass ich gut voran kam. Unterwegs war ich jedoch auch am zweifeln, ob ich es überhaupt über die Grenze schafft. Denn es wurde so langsam Abend und die Sonne ging langsam unter. Ich fuhr durch Verdun, wo auch viele Militärfriedhöfe mit Kreuzen waren. Dort sind viele Soldaten im ersten Weltkrieg gefallen.

    20.00 Uhr und Deutschland war noch weit entfernt. Ich stellte mir die Frage, sollte ich nicht lieber mir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen? Aber irgendwie packte mich einfach die Lust zu Hause anzukommen. Ich zog es also durch und fuhr zügig weiter, denn in Dunkelheit wollte ich ungern fahren. Als ich dann kurz vor Saarbrücken war, wollte ich noch auf der französische Seite über die Autobahn weiter. Doch es fand ein Fußballspiel statt und ich verfuhr mich durch die Umleitung in der Stadt und verlor Zeit. Endlich hatte ich es auf die Autobahn geschafft und machte mich Richtung Saarbrücken. Dann in Saarbrücken angekommen war es dunkel und ich musste noch knapp drei Stunden auf der Autobahn fahren.

    Ich fuhr konstant 120km/h und hoffte nur, dass noch mein geflickter Reifen bis nach Hause hält. Denn nochmals den Reifen zu flicken bei Dunkelheit wollte ich nur ungern. Das RDC System war fest im Blick und meldete auch keinen Alarm bis nach Hause. Kurz nach Mitternacht fuhr ich von der Autobahn ab, die Heimat war nah. Kaum zu glauben, dass ich noch am Tagesbeginn in der Normandie war. 984 Km hatte ich auf dem Tageskilometerzähler und der größte Teil wurde sogar auf der Landstraße gefahren. Zufrieden und mit vielen tollen Erinnerungen von der Reise ging ich ins Bett und träumte schon von der nächsten Reise. 🙂

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 10.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 9: Reifenpanne in der Normandie

    Frankreich Reise Tag 9: Reifenpanne in der Normandie

    13.07.2015

    Eine Übernachtung im bequemen Bett und die Dusche direkt nebenan war eine reine Wohltat und das Zelt musste auch nicht zusammengepackt werden. Nachdem ich mich fertig gemacht habe, ging es nach unten in den Speisesaal. Es waren auch andere Gäste da und wir aßen alle gemeinsam an einem großen Esstisch. Irgendwie war das ganz nett, nur hab ich leider kein Wort französisch verstanden. Es gab frisches Baguette mit Meersalzbutter und Marmelade. Auf die Meersalzbutter bin ich richtig auf den Geschmack gekommen. Nach dem Frühstück packte ich meine Koffer und nach dem bezahlen konnte ich die GS wieder nach draußen fahren. Doch das war eine richtige Zitterpartie an der Glastüre vorbei.

    Die erste Tagesetappe war in Le Mont-Saint-Michel, um Mont-Saint-Michel zu sehen. Bis dahin nahm ich schnell zu befahrene Nationalstraßen. Ich kam immer wieder durch idyllische Ortschaften und schöne Weingebiete. Es war zum ersten Mal etwas frischer wie sonst. Nur noch Temperaturen unter 20°, anstelle von über 30° waren ausnahmsweise mal ziemlich erfrischend.

    Angekommen in Le Mont-Saint-Michel, waren auch einige andere Touristen vor Ort. Um auf die Insel zu kommen, muss man mit einem Pendelbus auf die Insel fahren. Leider wurde die alleinige Durchfahrt durch eine Schranke verwehrt. Nur mit dem Fahrrad hätte man noch hinfahren können. Ich entschied mich die Insel aus der Ferne zu beobachten und traf dabei auf ein deutsches Camperpaar. Wir tauschten uns etwas aus und ich bat noch um ein schnelles Fotos von mir mit dem tollen Hintergrund.

    [image_gallery images=“3749:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-2.jpg,3750:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-1.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Nach einer kurzen Stärkung zu Mittag, machte ich mich gemütlich zur Normandie auf. Der nächste Stopp ist bei der Kirche in Sainte-Mère-Église, wo der Fallschirmjäger John Steele auf dem Kirchturm landete. Als Gedenken hängt heute eine Puppe.

    John Steele (Fallschirmjäger)
    John Steele (Fallschirmjäger)

    Danach sah ich mir den ersten Bunker auf meiner Reise an, Batterie Azeville.

    [image_gallery images=“3752:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-4.jpg,3753:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-5.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Dann ging es weiter zu Batterie von Crisbecq.

    Batterie von Crisbecq
    Batterie von Crisbecq

    Und danach entlang des Utah Beach. Es war ein erschreckendes Gefühl dort entlang zu fahren und zu wissen, dass dort so viel Leid entstand. Ich habe sogar einen Bunker in einem Garten entdeckt. Die Bunker sind überall zu entdecken.

    [image_gallery images=“3757:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-9.jpg,3756:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-8.jpg,3755:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-7.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Auf meinem Weg befand sich Le Dunes de Varreville, ein Denkmal für die Landung am 06. Juni 1944.

    [image_gallery images=“3758:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-10.jpg,3759:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-11.jpg,3760:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-12.jpg,3761:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-13.jpg,3762:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-14.jpg,3763:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-15.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Als ich mich dann auf den Weg zum Omaha Beach machte ging es über eine Schnellstraße. Plötzlich blinkte der Bordcomputer ganz wild. Das RDC System meldet einen Druckverlust auf dem Hinterrad. Konstant verlor der Reifen an Druck. Jetzt wußte ich, dass das RDC System auch funktioniert.

    RDC Alarm
    RDC Alarm

    Ich fuhr die nächste Nothaltebucht an und sah mir den Reifen an. Tatsächlich spürte ich mit meiner Hand ein Loch auf. Es war ganz klein, also konnte ich noch ein paar Meter weiterfahren. Ich sah auf dem Navi, dass die nächste Ausfahrt 2 Km entfernt war. Ich fuhr mit aktivierten Warnblinker langsam weiter und ich hatte Glück und es befand sich direkt nach der Ausfahrt eine Tankstelle. Dort parkte ich die GS direkt am Reifendruckgerät. Ich schnaufte erst einmal durch und war froh, von der Schnellstraße weggekommen zu sein.

    Nun war es an der Zeit mein Reifenpannenset zu testen. Um das Loch zu vulkanisieren, musste ich es erst aufrauen. Dabei muss man das Loch etwas vergrößern, damit die Vulkanisierungsmasse hineingedrückt werden kann. Ich habe ein paar Anläufe gebraucht und dann hab ich es mit einem Klacks eingestochen. Dann hieß es warten, damit es mit dem Kleber reagieren konnte. Im Anschluss konnte ich das Hinterrad für 50 Cent aufpumpen, an dieser Tankstelle war das nämlich nicht kostenfrei. Die mitgelieferten Co2 Kartuschen waren somit nicht notwendig. Eine kurze Probefahrt um die Tankstelle rum und das RDC System zeigte mir wieder den korrekten Druck an.

    [image_gallery images=“3765:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-17.jpg,3766:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-18.jpg,3767:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-19.jpg,“ ][/image_gallery]

    [content-egg module=Amazon template=grid]

    Ich packte meine Sachen zusammen und machte mich weiter auf den Weg zum Omaha Beach. Leider war es nun schon spät geworden und ich musste meine weiteren Besichtigungen auf den nächsten Tag verschieben. Ich fand direkt am Strand einen großen günstigen Campingplatz und sicherte mir eine Duschmünze. Diese behielt ich für mich als Erinnerung.

    Duschmünze
    Duschmünze

    Auf dem Campingplatz traf ich ein nettes Ehepaar aus Österreich. Ich baute mein Zelt daneben auf und wir unterhielten uns sehr nett. Dazu bekam ich noch eine Dose Bier geschenkt. Als krönendes Highlight gab es an diesem Abend noch ein großes Feuerwerk, denn Frankreich feierte den französischen Nationalfeiertag.

    [image_gallery images=“3769:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-21.jpg,3770:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag9-22.jpg,“ ][/image_gallery]

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 9.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 8: Ausblick von der Dune du Pilat

    Frankreich Reise Tag 8: Ausblick von der Dune du Pilat

    12.07.2015

    Der vorherige Tag hatte einiges an Energie gekostet. Nachdem ich gemütlich mein Zelt zusammengebaut hatte, ging es um 09.00 Uhr los zu Dune du Pilat. Es war noch ein wenig frisch, aber auf der Höhe von Dune du Pilat wurden angenehme 27°. Es ging durch mehrere Waldalleen und wenn ich Richtung Westen blickte sah ich bereits die hohe Düne. Ein toller Anblick das kann ich euch versprochen.

    Angekommen an der Dune du Pilat, nahm ich Kurs auf den offiziellen Besucherparkplatz. Kostenlos zu parken war erst einmal aussichtslos. Also zog ich mein Ticket vor der Schranke und fuhr herein. 30 Minuten waren jedoch kostenlos. Ich suchte mir den nächsten Parkplatz zur Düne, denn es war schon ziemlich warm geworden.

    Voller Tatendrang ging es los zur Düne. Ich war schon gespannt auf den tollen Ausblick. Als ich vor der Düne stand, lief ich einfach den Menschenmaßen hinterher und übersah, dass es auch eine Treppe gab.

    Dune du Pilat

    Unterwegs wurde es immer steiler und meine Kräfte verließen mich allmählich. Die anderen Touristen sahen mich erstaunt an und ich machte eine kurze Pause auf der hälfte der Strecke.

    [image_gallery images=“3585:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-7.jpg,3580:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-21.jpg,3583:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-5.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Als ich oben erschöpft angekommen war, war ich total begeistert von der Aussicht und der Naturgewalt, die diese Düne gebildet hat. Die größte Wanderdüne in Europa übrigens.

    [image_gallery images=“3582:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-4.jpg,3581:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-31.jpg,3584:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-6.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Nach etwas Genuss der frischen Atlantikluft machte ich mich wieder auf den Rückweg. Diesmal nahm ich aber die Treppe. Eigentlich hätte ich nun mein Parkticket bezahlen müssen, aber irgendwie hatte ich keine Lust darauf. Kurz vor der Ausfahrt an der Schranke, sah ich den Parkautimaten und einen Fußgängerweg, der an der Schranke vorbei verlief. Spontan hatte ich mich für den Fußgängerweg entschieden und machte mich vorbei an der Schranke. Das gelöste Parkticket nahm ich als Erinnerung mit.

    Im Anschluss der Dune du Pilat machte ich einen Abstecher nach Bordeaux. Die Stadt die für Ihren  Bordeauxwein bekannt ist. Das Wetter wurde zunehmend heißer und wieder waren es 35°, was nur schwer zu ertragen war. Ich hatte langsam genug vom schwitzen… Es ging noch vorbei an Place de la Bourse, ich parkte auf dem Mittelstreifen, um ein paar Fotos zu machen.

    [image_gallery images=“3586:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-8.jpg,3587:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-9.jpg,“ ][/image_gallery]

     

    Als nächste und letzte Etappe stand La Rochelle auf dem Plan. wo sich die U-Boot Bunkerüberreste aus dem zweiten Weltkrieg befinden. Bis dahin fuhr ich durch herrliche Landschaften.

    Tag8 - 11

    Eigentliche wollte ich mir die Überreste in Ruhe am nächsten Tag anschauen, jedoch war der Campingplatz, denn ich angefahren habe voll. Der nächste Campingplatz lag leider 30 Km nördlich und ich hatte keine Lust am nächsten Tag wieder zurück nach La Rochelle zu fahren. Also schaute ich mir noch am Abend den Bunker an und ich stellte fest, dass man gar nicht mehr so viel sehen kann.

    [image_gallery images=“3592:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-14.jpg,3591:http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/2015/11/Tag8-131.jpg,“ ][/image_gallery]

    Im Anschluss machte ich mich zum nächsten Campingplatz auf. Leider war dort aber niemand mehr vor Ort, obwohl dieser ziemlich groß war. Ich probierte es per Telefon, jedoch durfte ich nicht herein und war dann etwas aufgeworfen. Ich war erschöpft und hatte keine Lust mehr. Es war nun 21.00 Uhr und ich wollte einfach nur noch mein Zelt aufbauen. Jedoch gab es im Umkreis keinen weiteren Campingplatz. Also fuhr ich einfach los und suchte eine Übernachtungsmöglichkeit. Nach rund fünf Kilometer sah ich ein Hotelschild. Und dort blieb ich auch für 45€ die Nacht. Ich hatte ein bequemes Bett und sogar TV im Zimmer und konnte mich gut erholen.

    Nicht nur ich hatte es bequem, sondern die GS durfte sogar in der „Lobby“ parken. 🙂

    Tag8 - 16

     

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 8.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 7: Quer durch die spanischen Pyrenäen

    Frankreich Reise Tag 7: Quer durch die spanischen Pyrenäen

    11.07.2015

    Heute hatte ich wirklich super geschlafen und konnte bereits um 08.00 Uhr los starten. Auch war es noch gar nicht so heiß wie am Vortag, was den heutigen Start recht angenehm machte. Nur noch kurz das Navi programmiert und los ging es. Nach einen paar Kilometer bog ich gleich ab und es ging Kurve um Kurve. Es wollte einfach nicht aufhören. Bei so viele Kurven musste man sich wirklich konzentrieren, teilweise waren die Straßen auch recht eng und man musste aufpasssen nicht den Gegenverkehr zu schneiden. Auch wenn dieser nahezu nie kam.

    Auf den Straßen fühlte man sich manchmal total einsam, man war teilweise 30 Minuten unterwegs und traf auf kein anderes Fahrzeug. Einerseits schön, aber auch irgendwie bedrückend. Was passiert, wenn man mal auf fremde Hilfe angewiesen ist?

    Ich folgte brav der geplanten Route, es wurde immer enger und verlassener. Als ich durch ein kleines Dorf fuhr, wunderte ich mich, dass da überhaupt Menschen leben. Plötzlich ging es Offroad weiter, was erstmal kein Problem war.

    Es war nur fester Schotter und das machte den Metzeler Tourance Next nichts.

    Offroad Pyrenäen
    Offroad Pyrenäen

    Doch dann kam das, was der Metzeler Tourance Next eben nicht so gut kann. Loser Untergrund inkl. großen Steinen. Das hatte ich zwei Tage zuvor ausgiebig getestet. Ich checkte das Garmin ab und sah, dass es noch Luftlinie 10 KM so weitergeht. Ich erinnerte mich schnell an den Tag in Frankreich, wo die Dicke sechs Mal flach lag. Nun war ich so weit abseits und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Schade eigentlich, die Landschaft war nämlich klasse! Aber ich wollte eben in ganzen Teilen nach Hause ankommen und der Ventildeckel ölte schon ganz schön.

    Offroad Pyrenäen
    Offroad Pyrenäen

    Ich drehte also um und musste ganze 80 KM wieder zurück gefahren. Ich konfigurierte das Garmin um, damit Offroadstraßen nun vermieden wurden. Ich fuhr also immer brav laut Navi, bis ich feststellte…. „Verdammt, das Haus kommt mir aber bekannt vor“. Ich habe das Garmin tatsächlich Richtung Süden statt Norden konfiguriert und ich bin einfach wieder eine große Runde zurück gefahren.

    Schnell zusammengerechnet waren es 250 Kilometer, die ich „umsonst“ gefahren bin. Gegen 14.00 Uhr war ich erst wieder auf Kurs und konnte nun Kilometer auf meiner richtigen Route gewinnen. Die kurvenreichen Straßen ziehen sich ganz schön, auch wenn diese tierirsch Spaß gemacht haben. Hier muss man richtig viel Zeit einplanen.

    Pyrenäen Landschaft
    Pyrenäen Landschaft

    Wieder auf Kurs war es auch schon wieder weit über 30° und ich war nur am schwitzen, ab und zu kamen auch andere Motorradfahrer mir entgegen, aber das war eher die Seltenheit.

    Einsamkeit Pyrenäen
    Einsamkeit Pyrenäen

    Ich kürzte einige geplanten kurvenreichen Strecken ab und fuhr eine größere Landstraßen, die mit N gekennzeichnet war. N steht vermutlich für Nationalstraße. Auf der war oft nur selten ein anderes Fahrzeug wiederzufinden. Was war da nur los? Ständig Siesta? Irgendwie komisch, aber egal ich kam etwas voran.

    Ich peilte die Überfahrt nach Frankreich an und fuhr nochmal über kleinere Passstraßen, wo kein Mensch war. Doch der eigentliche Pass Port de Larrau Richtung Frankreich war herrlich zu befahren und es bildete sich ein Nebel direkt über den Berg, was wirklich super anzuschauen war.

    Nebel über Port de Larrau
    Nebel über Port de Larrau

    Als ich oben war, fuhr ich direkt durch den Nebel und meine Kleidung wurde ganz freucht. Aus über 30° wurden ganz schnell 14°. Der Schweiß war wie weggeweht… aber so kalt wollte ich es dann auch nicht. Ich fuhr Richtung Tal, aber musste um weiter auf der Route zu bleiben über einen weitere Pass. Ich fuhr rund 20-30 Kilometer durch den Nebel und herrliches Grün.

    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau
    Nähe Port de Larrau

    Um circa 19 Uhr wurde Zeit einen Campingplatz zu suchen. Es waren genug vorhanden, aber ich wollte noch etwas aus dem feuchten Dampf herausfahren, denn ich hatte nur einen Sommerschlafsack dabei. Paar Kilometer weiter fuhr ich einen Campingplatz an. Der CAMPING HIRIBERRIA in Itxassou. Zum Abendessen gönnte ich mir ein Entrecote.

    Am nächsten Tag soll es weiter zu Dune du Pilat gehen.

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 7.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 6: Über Col d’Ares nach Spanien

    Frankreich Reise Tag 6: Über Col d’Ares nach Spanien

    10.07.2015

    Nach dem gestrigen Tag war ich ziemlich erledigt, umso glücklicher war ich, dass die Nacht angenehm mild war. So konnte ich super durchschlafen und bin erst gegen 10.00 Uhr aufgestanden.

    Beim Zelt zusammenfalten spürte ich am ganzen Körper einen Muskelkater. Ich werde wohl noch einige Tage an den gestrigen erinnert werden. Daher beschloss ich die Weiterfahrt etwas ruhiger angehen zu lassen.

    Es ging weiter Richtung Pyrenäen und somit kam Spanien immer näher.
    tag6 - 4Bis die ersten Passstraßen kamen, ging es vereinzelt durch kleinere Ortschaften. Dadurch kam nicht gerade Fahrtwind auf und ich war wieder nur am schwitzen. Der Bordcomputer zeigte mir über 30° Grad an. Nachdem langsam Pässe kamen wurde es, entgegen der Hoffnung auf Abkühlung, leider nicht besser.
    Ich machte regelmäßig meine Pausen, um etwas abzukühlen und trank dabei immer viel Wasser.

    Ich befand mich kurz auf Route des Cols und machte mich dann Richtung Spanien.

    Die franzözische Seite der Pyrenäen empfand ich nicht als sehr einladent, eher schlechte Straßen und sogar Split musste ich meistern. Jetzt lag Spanien direkt vor mir und ich überfuhr die Grenze über den Col d’Ares. Die Grenzüberfahrt war relativ unauffällig, bis sich plötzlich die Schilder verändert hatten. Die Wetterlage hatte sich leider dadurch nicht geändert und es blieb sehr heiß!

    Die Ortschaften nach der Grenze wirkten wie verlassen, es war 16.00 Uhr. War etwa immer noch Siesta? Ich fuhr Richtung Andorra, aber hatte keine Durchfahrt geplant. Die Schlange am Zoll wollte ich mir ersparen. Der Sprit in Spanien war auch schon günstig genug und auf Shopping hatte ich auf einer derartigen Tour keine Lust.

    Es ging also Richtung NW den Pyrenäen in Spanien entlang. Die Pässe waren wie leer gefegt, ich war nahezu alleine unterwegs und die Kurven hörten gar nicht auf. Wahnsinn! Der Asphalt war super, nahezu kein einziges Schlagloch.

    Spanische Pyrenäen
    Spanische Pyrenäen

    Mir wurde ganz schwindelig von den vielen Kurven und ich musste mich dabei auch noch extrem konzentriert, manchmal lagen Steine auf der Straße, die vom roten Felsen hinunter auf die Straße fielen. Dazu kam diese absolut trockene, heiße Luft.

    Spanische Pyrenäen
    Spanische Pyrenäen

    An einer Tankstelle holte ich mir erst mal wieder Nachschub, drei Liter Wasser.

    Gegen 19.00 Uhr hatte ich keine Lust mehr, auch wenn es angenehmer zu fahren wurde. Ich hielt am Campingplatz Gran Sol.

    Da es noch über 30° hatte, nahm ich mir meine Badehose und sprang in den Pool.

    Ab in Wasser
    Ab in Wasser

    Nach ein Paar Bahnen, legte ich mich hin und entspannte ein wenig. Danach ging es ins Restaraut direkt vor dem Campingplatz. Dort aß ich mit einem Franzosen, der auch hier übernachtet hatte. Er war mit seiner Honda Goldwings unterwegs und hatte sogar unterwegs einen kleineren Unfall. Er zeigte mir seine Blessuren… und versuchten uns mit Händen und Wörterbuch zu unterhalten.
    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 6.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 5: Offroad in den Cevennen mit Folgen

    Frankreich Reise Tag 5: Offroad in den Cevennen mit Folgen

    09.07.2015

    Der heutige Tag war so heftig, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Die Nacht war nicht so erholsam, es wurde doch ziemlich frisch. Es hat die ganze Nacht stark gewindet, dass sich zwei Haken vom Oberzelt gelöst hatten. Zum Glück ist es bei zwei geblieben und das Oberzelt ist nicht weggeflogen.

    Gegen 08.00 Uhr konnte es weitergehen. Es ging gerade da weiter wo es am Vortrag aufgehört hat. Klasse Landschaft, Klasse Kurven, Klasse Asphalt und alles mit kaum Verkehr. Alles läuft also wie bisher und ich hatte Spaß daran Kurve für Kurve abzufahren und die Natur zu genießen. Auch diesen Tourabschnitt hatte ich mir von der Touratech Website besorgt. Diese war in vier Etappen aufgeteilt und ich war bei Etappe 2.

    Plötzlich wurden die Straßen immer enger und steiler. Im Prinzip war ich gefühlt alleine unterwegs.

    Alleine auf der Straßen
    Alleine auf der Straßen

    Ich musste auch feststellen, dass einige Offroad Passagen wohl mit auf der Route war. Na gut, hatte eigentlich damit nicht gerechnet, aber vermutlich musste das für Touratech sein. Ich hab es durchgezogen und es klappte ohne Probleme mit Ausnahme von einem harmlosen Ausrutscher auf einem Stein, in Rumänien konnte ich ja einiges an Offroad Erfahrungen sammeln.

    Der erste Sturz in den Cevennen
    Der erste Sturz in den Cevennen

    Doch plötzliche wurde es ganz sandig. Das war nichts für die Metzeler Tourance Next und ich versuchte mich langsam durchzuarbeiten. Dann bin ich an einer riesen Plugmaschine vorbeigefahren und der Mitarbeiter schaute ganz verdutzt. Hier soll wohl bald eine Straße entstehen… Es fühlte sich mit der Dicken an, als würde man durch die Gegend schwimmen. Im Stehen kann man es einigermaßen ausbalancieren, aber ich musste mich extrem konzentrieren.

    Kurz hatte ich nicht aufgepasst und ich stürzte in das Gemisch aus Sand und Steinen. Das war bis dahin kein Problem, denn ich bin ja weich gefallen und die GS hatte keinen Kratzer abbekommen.

    Sandige Landung in den Cevennen
    Sandige Landung in den Cevennen

    Das Aufstellen auf sandigen Boden war ein richtiger Kraftakt!

    Sandige Landung in den Cevennen
    Sandige Landung in den Cevennen

    Ich fuhr langsam weiter. Circa 1 Km ging es weiter auf weichem Untergrund, bis ich zu einer Kreuzung kam. Links wieder weicher Untergrund, rechts feste Schotterpiste. Ich entschied mich rechts zu fahren, da zudem Touratech auch diese Strecke abgefahren ist. Das hätte ich im Nachhinein mal lieber gut sein lassen und meine Maschine wäre heile geblieben. Es wurde immer felsiger und steiniger. Viele Steine waren lose und zudem riesengroß. Es waren riesen Löcher und Furchen dort, die das durchfahren ziemlich erschwert hatten. Dennoch bin ich eigentlich gut durchgekommen mit hoher Konzentration. Doch dann machte einmal meine Balance schlapp, da irgendwie die Beine nicht mehr wollten und ich stürze ins Gebüsch. Die GS lag dann in eine Furche und es war für mich nahezu unmöglich die GS wieder aufzuheben.

    Steiniger Untergrund in den Cevennen
    Steiniger Untergrund in den Cevennen

    Ich habe einfach alles probiert, bis hin mit den bloßen Händen den Untergrund abtragen, damit der Niveauunterschied nicht mehr so groß war. Auch ohne Koffer, keine Chance!

    https://youtu.be/NDjLqqkKsS8

    Eine Stunde hatte ich mich abgekämpft und es kam langsam bei nahezu 30° Verzweiflung auf. Ich machte erst einmal eine Pause im Schatten und trank locker einen Liter auf einmal weg. Mein Herz war nur am Pumpen und die Beine hatten vom Motorrad nach oben pressen keine Kraft mehr. Nach paar Minuten konnte ich meine Gedanken wieder klar fassen. Es war aussichtslos da alleine rauszukommen, ich machte mich also bergab, denn ich war ja nur noch 50m von der normalen Straße entfernt!

    Ich setzte mich dort hin und wartete eine Weile. Leider tauchte niemand auf und das nächste Dorf ist aus der Sicht weit weg, dachte ich zumindest. Ich bin also wieder hoch zur GS. Nun ja, da lag sie natürlich immer noch. Schade, dachte ich mir und packte alles in die Koffer und nahm nur meine Jacke und Helm mit und machte mich auf den Weg zu dem Mitarbeiter, der den Boden so aufgelockert hat. Vielleicht hätte er denn Lust gehabt mir zu helfen. Ich hörte zumindest noch seine Maschine. Ich brauchte circa 20 Min bis nach oben wo sich die zwei Offroadstrecken kreuzen.

    Als ich oben war, dachte ich mir dann warum habe ich denn einen Schutzbrief bei der Versicherung und nutze ihn nicht einfach mal? Versicherungskarte und iPhone raus und Nummer eingetippt. Dann kam eine französische Stimme. Ich glaubte zu verstehen, dass Sie mir sagen wollte die Nummer sei nicht zu erreichen oder was weiß ich. Okay, es gibt noch eine Nummer fürs Ausland. Bei dieser kam, aber leider die selbe Ansage.

    Leicht verärgert wollte ich schon zum Plug hochlaufen, aber das waren sicherlich noch weitere hunderte von Meter und ich war total erschöpft. Ich schaute mal in die andere Richtung und sah ein Schild, war da tatsächlich ein Ort? Auf dem Navi war nichts zu erkennen (Detailsstufe zu niedrig). Ich machte mich also dorthin auf in der Hoffnung starke Männer zu finden, die gerade nichts zu tun hatten.

    Ich traf nicht auf starke Männer, aber auf eine ältere Dame vor einer Kirche. Sie konnte natürlich kein Englisch oder Deutsch. Ich versuchte es zwar mit dem Wörterbuch und wilden erschöpften Gesten, aber sie hatte nicht ganz verstanden was ich will. Sie kannte aber jemand der Englisch kann, und das war meine Rettung. Sie hatte mich also dorthin gebracht und ich erklärte der Madame mein Problem. Sie meinte nur im Dorf seien nicht viele Männer grad, aber Sie schaut mal. Sie ist kurz ins Haus gegangen und plötzlich spurteten drei Männer raus. Wau!

    Einer von den Männern konnte sogar Englisch und ich habe das Ganze nochmal erläutert, dieser hatte es dann auf Französisch den Anderen erklärt. Wir liefen also eine ganze Weile wieder in den Wald, wo wir dann die GS liegend fanden.

    Die Burschen staunten auch nicht schlecht was ich da fabriziert hatte. Nun gut, wir packten die GS zu viert an und sie war dann gleich wieder auf den Beinen. Nun die Koffer wieder dran und es kann weiter gehen. Die letzten 50m waren echt krasse Single Trails, wo ich nicht gerade scharf darauf war. Aber die andere Option war, alles wieder nach oben zu fahren, was auch nicht erste Sahne war. Die Männer stützen mich und ich fuhr in Schritttempo nach unten. Die letzten Schreckensminuten waren nun auch ausgestanden und die GS parkte wieder auf Asphalt. Ich bedankte mich unheimlich bei den Franzosen, Sie waren so hilfsbereit und nett, ich war total gerührt.

    Nachdem wir uns verabschiedeten, saß ich mich erst mal ins Grüne und ließ alles erst einmal sacken. Die nächste Wasserflasche hatte ich geleert. Meine Lippen waren total trocken von dem ganzen Staub der aufgewirbelt wurde. Die Maschine war total eingestaubt und hat auf der rechten Seite ziemlich was abgekommen. Der Koffer hatten einige Erinnerung abgekommen und ließ sich nicht mehr ganz dicht schließen. Die Ventildeckelschrauben verlieren etwas Öl. Ansonsten lief die GS wie sonst und ich machte mich weiter auf mit dem Plan erst mal Offroadstraßen auszulassen.

    Used Look
    Used Look
    Used Look
    Used Look

    Eine Stunde später machte ich kurz eine Pause. Und ich glaubte es kaum, zum ersten Mal erwischt es meine linke Seite. Irgendwie hatte ich nicht aufgepasst und der Ständer war nicht richtig draußen und ich kippte die GS einfach nach Links. Echt peinlich. Ich hatte kein Bock alleine die GS zu heben und winkte ein Auto raus. Nach der Aktion war es Zeit sich um eine Übernachtung zu suchen. Doch es war noch einiges an Strecke dazwischen, irgendwie fand sich in direkter Nähe kein Campingplatz, ungewöhnlich für Frankreich. Aber in einer Stadt hatte ich dann einen gefunden und sogar mit vier Sterne für 16€. Dafür gab es dann einen Pool und WiFi inklusive.

    GPS Track

    Für Probleme oder Schäden, die bei der Nutzung der Dateien entstehen, kann keinerlei Haftung übernommen werden.

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 5.GPX“]

     

  • Frankreich Reise Tag 4: Lavendel in der Provence

    Frankreich Reise Tag 4: Lavendel in der Provence

    08.07.2015

    Nachdem wir gestern noch bis spät in die Nacht am Strand waren, war das mit dem Aufstehen mal nicht ganz so einfach. Vor allem, wenn man mal nicht im Zelt schlafen muss.

    Aber dennoch bin ich um 07.00 Uhr aufgestanden, der Plan war es nicht in der prallen Hitze durch die Stadt zu fahren. Prinzipiell eine gute Idee, aber um 09.00 Uhr war es dennoch schon fast 30° und ich war kurz vor St. Tropez. Ich bin die Küste entlang gefahren und konnte tolle Fotos machen! Was ne Küste und überall sind kleine öffentliche Strandzugänge, die zum baden einladen.

    Beindruckend ist auch das rote Gestein das sich entlang der Küste zeigt.

    Entlang der Côte d’Azur Richtung St. Tropez
    Entlang der Côte d’Azur Richtung St. Tropez
    Entlang der Côte d’Azur Richtung St. Tropez
    Entlang der Côte d’Azur Richtung St. Tropez

    Nach St. Tropez geht es etwas in den Norden und somit etwas ins Hinterland, wo es etwas mehr Schatten durch die Bäume gab. Dort konnte ich wieder eine Pause machen und etwas abkühlen. Es ging durch enge Straßen und es war kaum Verkehr, so machte es Spaß auch wenn es so heiß war.

    Der nächste Zwischenstop war nähe Gordes eingeplant. Dort steht ein Kloster umgeben von Lavendelfelder – Abbaye Notre-Dame de Sénanque. Das Panorama ist atemberaubend.

    Abbaye Notre-Dame de Sénanque
    Abbaye Notre-Dame de Sénanque

    Lustigerweise waren dort ganz viele asiatische Touristen gewesen, vermutlich war das ein Highlight in einem bekannten Reiseführer. Ich parkte natürlich in erster Reihe und die Männer waren beeindruckt von der GS. Getraut hat sich aber keiner mich anzusprechen.

    Nach genug Fotos, ging es weiter Richtung Orange. Ich hatte mir noch GPX Daten von Touratech geholt. Eine Tour von Barcelona nach Orange, wobei ich den Track umgekehrt gefahren bin. Anstatt Barcelona wollte ich den Strand in Lloret de Mar anfahren. Die erste Etappe der Touratech Route fand ich nicht so spektakulär, aber dann… Kurven satt und die Straße, als wären diese erst frisch geteert worden und nahezu kein Vekehr.

    Im Parc National des Cévennes fahre ich den letzten Pass für diesen Tag. Die Fahrt war einfach klasse, kein Verkehr, breite Straßen, Kurve um Kurve.

    Parc National des Cévennes
    Parc National des Cévennes

    Was will mehr, aber dann war es genug und ich fahre den ersten Campingplatz den ich sehe an. 10,20€ lass ich hier liegen.

    Campingplatz im Parc National des Cévennes
    Campingplatz im Parc National des Cévennes

    Die gute Frau vom Campingplatz konnte leider kein Englisch. Ein anderer Campingbesucher konnte Französisch und Englisch und half mir aus. Er war mit seiner Freundin unterwegs zum Wandern.

    Später wurde ich auf Wein eingeladen, was ich gerne angenommen hatte. Die Frau kam aus Lettland und ihr Freund ist Franzose. Wir quatschten über alles mögliche, es hat echt viel Spaß gemacht sich unter verschiedenen Nationalitäten auszutauschen und der Abend verging schnell. Danach ging es ab ins Zelt, denn am nächsten Tag standen einige tolle Straßen auf dem Plan und das Wetter sollte laut Wetterbericht angeblich milder werden. Toi Toi Toi

    GPS Track

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankrrich tag 4.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 3: Luxus-Stop in Cannes

    Frankreich Reise Tag 3: Luxus-Stop in Cannes

    07.07.2015

    Die Nacht war diesmal etwas kalt, daher bin ich früher aufgestanden und konnte bereits um 6.40 Uhr mich auf die Weiterfahrt machen. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch angenehme 17° die aber innerhalb einer Stunde auf über 20° schnell anstieg. Um die Uhrzeit konnte ich nahezu alleine die Pässe befahren und das bei angenehmer Temperatur, das war ein echter Genuss! Unter anderem bin ich den Col de la Cayolle gefahren.

    Col de la Cayolle Nordrampe
    Col de la Cayolle Nordrampe

     

    Laut Beschilderung wird in der Nähe die Tour de France am 22.07.2015 vorbeikommen. Die Auffahrt über die Nordrampe war richtig schön, lediglich einige enge Stellen gab es. Aber zu dieser Uhrzeit war das noch gar kein Problem und ich konnte ganz oben die frische Luft und Einsamkeit genießen.

    Col de la Cayolle
    Col de la Cayolle

    Weiter auf den Weg nach Menton konnte ich zahlreiche Pässe genießen. Unter anderem:

    • Col de Valberg
    • Col de la Couillole
    • Col Saint-Martin
    • Col de Turini 
    • Col de Castillon

    Unterwegs erlitt ich einen plötzlichen Schmerz im rechten Arm. Ich hielt sofort rechts an – mich hatte eine Biene in den Unterarm gestochen. Ich zog den Stachel raus und nach eine kurzen Pause fuhr ich weiter, aber mein Unterarm schwoll leider etwas an.

    Als ich in Menton angekommen war, waren es wieder 32°. Ich entschloss mich spontan wie viele anderen auch im T-Shirt weiterzufahren. Das war verdammt luftig und so konnte man die Hitze einigermaßen ertragen. Ich fuhr dann also die Küste entlang Richtung Monaco. Das Tagesziel war ja Cannes… Durch Monaco ist man schnell durch und dann war ich auch schon in Nizza. In der Innenstadt von Nizza war viel Verkehr und die Temperatur machte mir echt zu schaffen, dann habe ich mich auch noch ausgerechnet verfahren in der Stadt und die Einbahnstraßen machten es mir nicht einfach einen Weg durch Nizza zu finden. Aber irgendwann habe ich es doch geschafft und ich war nun auf dem direkten Weg nach Cannes.

    Auf einem Ausblickspunkt machte ich eine kurze Fotopause, das war auch die Einzige. Bei der Hitze wollte ich einfach nur ankommen.

    Côte d’Azur
    Côte d’Azur
    Côte d’Azur
    Côte d’Azur

    Ich habe gefühlt eine Ewigkeit nach Cannes gebraucht, die Straßen waren sehr voll und mit der Dicken wollte ich mich nicht immer vorbeitrauen, wie die Franzosen es mit ihren Rollern taten.

    Dann war es endlich soweit! Mit einem krassen Sonnenbrand auf den Oberarmen fand ich kurz nach 15.00 Uhr das Hotel. Das InterContinental Carlton direkt an der Bucht. Mein Cousin habe ich auch gleich entdeckt und ich konnte das Zimmer beziehen. Besser konnte ich nicht schlafen. Die GS bleibt vor der Haustüre stehen, wobei es mich stutzig gemacht hat, dass nahezu alle Motorräder angekettet waren. Aber die Dicke kriegt man ja nicht so leicht vom Fleck.

    Nachdem ich kurz geduscht hatte, machten wir uns direkt an den Public Beach und es ging ab ins Wasser. Es war einfach herrlich nach der schweißtreibenden Fahrt jetzt im warmen Wasser sich treiben zu lassen.

    Bucht von Cannes
    Bucht von Cannes

    Zum Abendessen fuhren wir in das Hinterland von Cannes und fanden sehr nette Villen und nette Restaurants.

    Abendessen in Cannes
    Abendessen in Cannes

    Zum Ausklang ging es zurück an die Bucht und wir genossen bei Wein den Anblick vom Boulevard de la Croisette.

    Boulevard de la Croisette
    Boulevard de la Croisette
    GPS Track

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich Tag 3.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 2: Unterwegs auf Route des Grandes Alpes

    Frankreich Reise Tag 2: Unterwegs auf Route des Grandes Alpes

    06.07.2015

    Gegen 08.00 Uhr weckte mich die Sonne, da mein Zeltplatz im Prinzip keinen Schatten hatte. Aber es war auch schon Zeit, um langsam weiterzufahren. Beim Abbauen vom Zelt, kam ich schon ganz schön ins Schwitzen bei der Sonne. Es waren schon 27°. Gegen 9.00 Uhr ging es los. Anvisiert ist Route des Grandes Alpes. Doch kurz davor musste ich noch einiges schwitzen, es ging durch einige Ortschaften. Als ich am ersten Pass ankam, kaum zu glauben, aber eine Baustelle blockiert die Auffahrt.

    Ein Ortsansässiger hatte das gleiche Problem und ich dachte ich folge ihm einfach mal… Falsch gedacht, er ist einfach nur nach Hause gefahren. Also musste ich doch das Navi für eine Umfahrung bemühen, zum Glück mit Erfolg und ich war auf dem Col de la Colombière angekommen.

    Die Luft auf dem Pass wird frischer, was ein wirklicher Segen war bei diesen Temperaturen. Auf dem dritten Pass, den Col des Saisies, stoße ich auf eine Rennradtruppe. Maseratis, die als Begleitfahrzeuge dienten ließen es ordentlich laufen auf dem engen Pass, aber ich bin ganz gut hinterher.

    Paris Modena mittendrin
    Paris Modena mittendrin

    Das war also die Paris Modena Challenge, auf die ich gestoßen war.

    Paris Modena
    Paris Modena

    Oben auf dem Col des Saisies machte ich gegen 12.00 Uhr meine Mittagspause und genoss die Aussicht.

    Col des Saisies
    Col des Saisies

    Auf der Route fand ich einige Mahnmale der vergangenen Weltkriege. Die Pässe auf der Route des Grandes Alpes wurden zunehmend schöner, die teilweisen 37° Grad zwangen mich rasch wieder den nächsten Pass hochzufahren. Doch selbst dort waren es mindestens 20° und das bei teilweise über 2.500 Höhenmeter. Aber es zog einen schönen frischen Wind, was zur einen schönen Abkühlung verhalf.

    Ich machte halt am Stausee Cornet de Roselend und genoss das tolle Panorama. Es führte ein kleiner Schotterweg direkt an den Stausee.

    Cormet de Roselend Stausee
    Cormet de Roselend Stausee

    Oben auf dem Col de l’Iseran sprach mich jemand aus Nürnberg auf meine Maschine an. Er fuhr noch eine alte BMW R100. Wir unterhielten uns über unsere Routen. Auch er war alleine unterwegs, weil sein Kumpel kurzfristig abgesagt hatte. Ich hatte mittlerweile mich ans alleine sein gewöhnt, man trifft immer mal auf jemand und dafür ist man unterwegs ohne Kompromisse.

    Col de l’Iseran
    Col de l’Iseran

    Weiter geht es auf den Col du Galibier. Ein wunderschöner Pass und die Natur drum war genial. Überall sind Felsen mit Grün drumherum.

    Col du Galibier
    Col du Galibier

    Oben auf dem Pass ließ ich mich abfotografieren von einem BMW R NineT Fahrer. Er ist auch gestern angereist und kommt aus Heilbronn.

    Col du Galibier
    Col du Galibier

    Es ging weiter auf den Pass Col d’Izoard, wo ich mich oben einfach ins Grün geworfen hatte.

    Col d’Izoard
    Col d’Izoard

     

    Ich wär am liebsten da oben geblieben. Keine Hitze und diese frische Luft… Leider gab es kein grünes Plätzchen für mich, wo ich ungestört hätte zelten können. Da haben es die Wohnmobilfahrer einfacher. Also fuhr ich noch den Pass herab und machte mir dabei kein Stress, Kurve im Kurve surfte ich den Pass herab. In der ersten Ortschaft war auch schon ein Campingplatz angeschrieben. Diesen peilte ich an… Ziemlich versteckt war dieser in einem Waldstück. Dort hatte ich also mein Zelt aufgeschlagen und zahlte dafür 9,20 €.

    Für den Preis bekam man leider nicht viel, es sind zwar schattige Plätze vorhanden, aber der Boden ist steinhart.

    Steiniger Campingplatz
    Steiniger Campingplatz
    GPS Track

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 2.GPX“]

  • Frankreich Reise Tag 1: Bei Hitzewelle über die Autobahn

    Frankreich Reise Tag 1: Bei Hitzewelle über die Autobahn

    05.07.2015

    Nun war es soweit und das nächste Abenteuer konnte beginnen. Noch bis in die Nacht habe ich meine Sachen für diesen Tag zusammengepackt und meine Route auf das Navi gespielt. Um circa 08.00 Uhr ging es los, ich plante die Fahrt bis nach Frankreich hauptsächlich über die Autobahn. Da ich noch eine schweizerische Vignette aus der letzten Reise hatte, hatte sich das Thema schon mal erledigt gehabt. In der Früh zeigte der Bordcomputer 27 ° an, die Temperatur machte mir bis dahin noch nicht zu schaffen. Jedoch stieg die Temperatur im Laufe des Tage auf bis zu 38 ° an. Und auf der Autobahn war leider zu wenig Schatten.

    Am Vierländereck am Bodensee hatte ich mich erst mal ordentlich verfahren und machte daraufhin erst einmal eine Pause und traf dabei auf ein stuttgarter Pärchen, die auch mit einer BMW R1200 GS Adventure unterwegs waren. Sie hatten das Problem, das ihr Navi ausgefallen war. Das war wirklich ärgerlich, ein Backup ist also immer ratsam.

    Nachdem ich wieder auf Kurs war stieg die Temperatur stetig an, ich versuchte also regelmäßig Pausen zu machen und viel zu trinken. In der Schweiz, an einem Rasthof gab es einen Wasserhahn im Außenbereich, da hab ich mein Kombi mal ordentlich nass gemacht. Dieser war aber nach paar Minuten Fahrt wieder trocken. :-/
    16.00 Uhr, immer noch hohe Temperaturen und langsam musste ich einen Tankstopp einlegen. Als ich in der Schweiz tankte, wurde ich an der Kasse in französisch angesprochen. Ich war in der französischen Schweiz angekommen. Einige Kilometer weiter war ich auf einem Rastplatz, mit Aussicht auf einen großen See. Erst war ich mir nicht sicher, was für ein See das war. Aber es war der Genfer See.

    Genfer See
    Genfer See

    Als ich direkt am See vorbeigefahren war, waren viele schöne kleine Buchten und einige private Strände direkt am See. Alles sieht sehr schick und nobel aus. Als ich auf der französischen Seite angekommen waren, waren die Häuser nicht mehr so schön, aber dafür wurde es kurviger und man durfte auch mal 90km/h fahren.

    Es war nun 18.00 Uhr und auf dem Tageskilometerzähler stehen fast 600km an, es war genug für diesen Tag und ich suchte den nächsten Campingplatz auf. Ich folgte dafür einfach nur einer Beschilderung und siehe da, zwei Sterne Campingplatz, die Nacht für 12,23€ und mit Ausblick auf den See. Was will man mehr…

    Campingplatz mit Blick auf Genfer See
    Campingplatz mit Blick auf Genfer See
    GPS Track

    [map style=“width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“ROADMAP“ gpx=“http://www.wwadv.de/wp-content/uploads/Frankreich tag 1.GPX“]

  • Zwei Wochen rund um Frankreich

    Zwei Wochen rund um Frankreich

    04.07.2015

    In Deutschland herrscht eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 °, dennoch lass ich mich davon nicht abhalten meine Reise anzutreten. Was geplant wurde, wird auch durchgeführt 🙂

    Diesmal werde ich alleine unterwegs sein. Geplant ist eine Umrundung von Frankreich, teilweise mit Fahrten durch Spanien (Pyrenäen), Belgien. Auf der Hinfahrt wird es auch kurz durch die Schweiz gehen. Die Tour startet am 05.07.2015.

    Routenübersicht:

    Frankreich rund herum Route

    Meine geplanten Highlights der Reise sind: